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Die Flutwelle in Asien hat neben menschlichem Leid wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Allerdings sind die materiellen Verluste und die Folgen für die Volkswirtschaften ungleich verteilt. Indonesien und Sri Lanka sind besonders hart, Thailand ist vergleichsweise weniger in Mitleidenschaft gezogen. Bangkoks Finanzminister versprach den notleidenden Wirtschaftszweigen günstige Darlehen und Steuererleichterungen, um wieder auf die Beine zu kommen.
Der thailändische Fremdenverkehr hat einen Anteil von sechs Prozent an der Gesamtwirtschaft. Durch die Folgen der Flutwelle könnte das Bruttoinlandsprodukt 2005 um ein halbes Prozent geringer ausfallen. Nach Berechnungen der Münchner Rück beläuft sich der Gesamtschaden der Katastrophe auf etwa zehn Milliarden Euro. Zum Vergleich: Wegen der großen Versicherungsdichte in den USA verursachten der Angriff auf das World Trade Center und die Wirbelstürme des vergangenen Jahres deutlich höhere Kosten.
Wann der Tourismus-Betrieb in den Flugebieten wieder aufgenommen werden kann, ist noch völlig offen. Ein Besitzer eines Hotels im thailändischen Khao Lak meint, vielleicht könne es in einem Jahr wieder weitergehen. Er habe praktisch alles verloren und sei sicher, dass finanzielle Hilfszusagen erst einmal nur Versprechungen seien. Am Himmel wachse das Geld nicht.
Neben dem Tourismus sind vor allem lokale Wirtschaftszweige wie der Fischfang betroffen. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft werden von Experten als gering eingeschätzt.
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