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Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Wirtschaft aufgerufen, deutlich stärker im Lande zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. In einem Interview mit einer deutschen Sonntagszeitung hat Schröder auf die guten Voraussetzungen verwiesen, die seiner Ansicht nach mit den Reformen der Agenda 2010 geschaffen wurden. Nun sei es an den Wirtschaftstreibenden in Deutschland zu investieren und mit dem Gerede über eine Verlagerung von Betriebsstätten aufzuhören. Schröder hatte bereits in seiner Regierungserklärung vor zehn Tagen an die Wirtschaft appelliert, mehr für den Standort zu tun und einen Beitrag für die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu leisten.
Die rot-grüne Koalition steht unter Druck. 5,2 Menschen in Deutschland sind arbeitslos gemeldet. Und die jüngsten Konjunkturaussichten des Ifo-Instituts sind ebenfalls ernüchternd. Die rund 7000 befragten Unternehmen bewerten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Geschäftsaussichten weniger rosig als bisher.
Zahlreiche Konjunkturforscher hatten ihre Erwartungen auf kaum mehr als ein halbes Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zurückgeschraubt.
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