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Man muss auf das Schlimmste gefasst sein. Deshalb probt die EU derzeit in Südfrankreich vier Tage lang den Ernstfall – grenzüberschreitende Hilfe beim Katastrophenschutz.
Das Szenario: Ein Güterzug mit giftigen Chemikalien und Gasen ist mit einem Personenzug zusammengestoßen. An der Übung zur Bergung der Opfer und Identifizierung von Leichen beteiligen sich auch Rettungskräfte aus Deutschland, Belgien, Italien und der Tschechischen Republik.
Justiz- und Sicherheitskommissar Franco Frattini nahm das Manöver persönlich in Augenschein. “Europa muss auf so etwas schnell reagieren können, und das Solidaritätsprinzip stärken. Die Möglichkeiten der einzelnen Staaten reichen nicht immer, und die Simulation wie die Praxis zeigen, dass neben der nationalen auch eine europäische Intervention nötig ist. Die kann den entscheidenden Unterschied ausmachen, und zeigen, dass das Solidaritätsprinzip funktioniert!”
Im Anschluss an die praktische Übung soll ein Seminar theoretisch auswerten, wie Europas Beistandsmechanismen für den Katastrophenschutz verbessert werden können. Beim nächsten Test 2006 wird ein Erdbeben in Italien geprobt.
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