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Schuhe aus China und Vietnam könnten von April an teurer werden: Die Europäische Kommission hat den Mitgliedsstaaten an diesem Donnerstag empfohlen, über fünf Monate hinweg gestaffelt Strafzölle auf Lederschuhe aus beiden Ländern zu erheben. Die Antwort auf die asiatischen Exporte zu Dumping-Preisen.
Im ersten Monat schlägt Brüssel einen Zoll von 4 Prozent vor, im fünften Monat soll dieser bei knapp 20 Prozent für chinesische und knapp 17 Prozent für vietnamesische Waren liegen – das Niveau, um das beide Länder in den vergangenen fünf Jahren ihre Preise senkten.
EU-Handelskommissar Peter Mandelson klammerte aber Strafzölle auf Kinderschuhe aus, da diese unverhältnismäßig Familien mit kleinen Kindern belasten würden. Das sei nicht im Interesse der Öffentlichkeit. Bei Sportschuhen wiederum hätten die Nachforschungen wegen der geringen Produktionsmenge in Europa keine Schädigung durch Dumping-Konkurrenz belegen können.
So bleiben auch höherwertige Sportschuhe ausgenommen. Insgesamt sind neun Prozent der EU-Schuheinfuhren betroffen. Ob die Preiserhöhung an die Verbraucher weitergegeben wird, hängt von den Händlern ab, die mit großer Marge arbeiten. Sie kritisierten,dass sich die Zölle nicht kompensieren ließen. Dagegen berechnet die Kommission auf den durchschnittlichen Importpreis von 8,50 Euro gerade knapp zwei Euro Strafzoll.
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