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Die Europäische Kommision macht sich auf die Suche nach einer gemeinsamen EU-Meerespolitik, um das Potenzial der Ozeane besser zu nutzen. Dabei sollen die Interessen von Tourismus, Fischerei, Schifffahrt, Hafenwirtschaft, Meeresforschung und Industrie besser abgestimmt, aber auch mit dem Umweltschutz in Einklang gebracht werden. An diesem Mittwoch hat sie ein Grünbuch herausgegeben und damit einen einjährigen öffentlichen Konsultationsprozess eingeleitet.

Es sei doch merkwürdig, dass die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien oder jetzt auch Japan alle schon eine Strategie für die Meerespolitik hätten, und dass nur die Europäer noch nicht in der Lage gewesen seien, solch eine Strategie zu erarbeiten,wundert sich Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso.

Mit der zentralen Bündelung will Brüssel vermeiden, dass das im Meer schlummernde Potenzial weiter ungenutzt bleibt und jeder Anrainerstaat seinen eigenen Kurs verfolgt. Die künftige Meerespolitik soll auch verhindern, dass beispielsweise an einem Standort touristische und Industrieprojekte kollidieren.

Ob der ganzheitliche Ansatz wie versprochen aber wirklich wirtschaftliche Interessen mit ökologischen vereint, daran zweifeln insbesondere die Umweltschutzorganisationen.

Auch über die Finanzierung der Meerespolitik wird noch zu reden sein.

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