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In Thailand hat es einen Militärputsch gegeben. Armeefahrzeuge umstellten das Regierungsgebäude. Anschließend drangen rund 50 Soldaten in das Gebäude ein und forderten Polizisten auf, ihre Waffen niederzulegen. Die Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle übernommen. Ein Militärsprecher sagte, die Armee habe die Macht nur vorübergehend an sich gerissen. Sie würde an das Volk zurück gegeben.
Der Putsch sei nötig gewesen, weil Ministerpräsident Thaksin Shinwatras Regierung das Land gespalten habe und Korruption sich ausgebreitet habe. Armee und Polizei hätten nun eine Kommission eingesetzt, die politische Reformen einleiten solle. Es werde bald Wahlen geben, an denen könne auch Ministerpräsident Thaksin teilnehmen, hieß es weiter. Ursprünglich waren Wahlen für Mitte Oktober geplant, dann aber verschoben worden. Der Regierungschef hatte von New York aus dem Ausnahmezustand ausgerufen. Dort nimmt an der UN-Vollversammlung teil. Er sagte er werde den Aufenthalt vorzeitig beenden und in nach Thailand zurück kehren.
Thaksin Shinawatra war 2001 bei demokratischen Wahlen mit einem klaren Sieg an die Macht gekommen. Der milliardenschwere Unternehmer geriet aber wegen Korruptionsvorwürfen und seines autoritären Stils immer stärker in die Kritik.
Vor 15 Jahren gab es zum letzten Mal einen Militärputsch in dem südostasiatischen Land. Thaksin ist der erste Ministerpräsident Thailands, der eine gewählte Regierung eine volle Amtsperiode lang geführt hatte.
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