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Die nordirische Untergrundorganisation IRA hat sich nach offizieller Einschätzung grundlegend gewandelt und sich von ihrer terroristischen Vergangenheit verabschiedet. Das geht aus einem Bericht der Unabhängigen Beobachter Kommission hervor. Die Einschätzung der Kommission wird eine Grundlage des Gipfeltreffens der Regierungen Grossbritanniens und Vertretern Nordirlands sein.
Die Experten haben der IRA ein Ende ihrer paramilitärischen Aktivitäten bescheinigt. Es habe eine historische Verschiebung vom Terror und der Kriminalität hin zu einer demokratischen Entwicklung gegeben. Der Konflikt zwischen der protestantischen Bevölkerungsmehrheit und der katholischen Minderheit hat in den vergangenen 30 jähren rund 3600 Menschen das Leben gekostet.
Die Gespräche werden von Irlands Ministerpräsident Bertie Ahern und vom britischen Premierminister Tony Blair in Schottland geleitet. “Die IRA hat das getan, wozu wir sie aufgefordert haben. Angelegenheiten wie Polizeiarbeit müssen noch gelöst werden. Die Tür ist nun offen. Aus diesem Grund sind die Gespräche nächste Woche in Schottland so wichtig”
Dabei wird es auch um die Wiedereinsetzung der Selbstverwaltung Nordirlands gehen. Anschliessend soll den Parteien eine Frist bis zum 24. November eingeräumt werden. Kernpunkt der Verhandlungen ist die Umsetzung des Karfreitagsabkommens von 1998. Das Abkommen sieht für Nordirland eine Vier-Parteien-Koalition unter Beteiligung der pro-britischen Protestanten und der irisch-nationalistischen Katholiken vor. Kommt keine Einigung zustande, wird die Provinz weiter direkt von London aus regiert.
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