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Mit solchen roten Igluzelten hat es die unkonventionelle Hilfsorganisation “ Kinder des Don Quichote” geschafft, die französische Politik aufzumischen.
Die Zelte sind für Obdachlose gedacht. Sie werden aber bewußt an Touristenorten wie hier am Place Bellecour in Lyon aufgestellt, damit niemand die Not der Betroffenen übersehen kann.
Auch nicht die Regierung. Deren Premier-Minister bezeichnete in seiner heutigen Pressekonferenz eine solche Realität als “unsrer Demokratie unwürdig”.
Villepin wörtlich: “Die Not der Obdachlosen ist keine materielle sondern eine humanitäre Not, die uns alle betroffen macht.”
Anschließend verkündete der für soziale Fragen zuständige Minister Jean-Louis Borlo, der Staat werde nunmehr dafür sorgen, dass das theoretisch seit 60 Jahren existierende “Recht auf Wohnung” zu einem gesetzlich einklagbaren realen Recht werde, das der Staat garantiert – so wie wie es bisher schon beim “Recht auf Bildung” ist..
Und die Betroffenen? Er hier in Toulouse findet es gut, für die Nacht wenigstens ein Zeltdach gegen den Regen zu haben – und sein Kumpel erinnert an die vielen leerstehenden Häuser, die man leicht herrichten könnte….man verlange doch nicht viel, nur einfach ein warmes Plätzchen zum Schlafen
Ein Gesetz verpflichtet Frankreichs Kommunen, einen bestimmten Anteil an Sozialwohnungen bereitzustellen.
Viele aber tun das nicht und zahlen lieber die Strafe für den Gesetzesbruch, um sich die Armen vom Hals zu halten.
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