
Hohe Strafe für ehemaligen Präsidenten der “Serbischen Republik Krajina”
12/06/07 12:06 CET
Uno-Kriegsverbrechertribunal
welt
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Der einstige kroatische Serbenführer Milan Martic ist vom Internationalen Tribunal für das ehemalige Jugoslawien zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe ist eine der höchsten, die das Gericht je ausgesprochen hat. Das Tribunal machte den 52-jährigen verantwortlich für die Ermordung Hunderter und die Vertreibung Tausender nicht-serbischer Zivilisten aus der Krajina-Region.
Als Polizeichef der Stadt kroatischen Knin hatte Matic zu Beginn des Kroatien-Krieges in den Jahren 1990 und 1991 einen serbischen Aufstand mitangeführt. Später hatte er in der selbsternannten und international nicht anerkannten “Serbischen Republik Krajina” führende Funktionen inne.
Das Haager Gericht sah es als erwiesen an, dass Martic diese benützte, um alle Nicht-Serben aus der Krajina zu terrorisieren, zu foltern und letztendlich zu vertreiben.
Der zuständige Richter im Prozess gegen den kroatischen Serben erinnerte zudem an die aus militärischen Gesichtspunkten sinnlose Bombardierung der kroatischen Hauptstadt im Mai 1995. Martic hatte diese einst angeordnet, sieben Menschen starben, mehr als Hundert wurden verletzt.
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