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Auch so etwas gehört zur Arbeit eines russischen Präsidenten: Nicht immer muss sich Wladimir Putin mit Abwehrraketen oder Polonium-Morden herumärgern. Hier kann man mit ihm auch mal ein Tänzchen wagen: Auf einem finnisch-ugrischen Kulturfest in Saransk, der Hauptstadt von Mordwinien, einige hundert Kilometer östlich von Moskau. Finnlands Präsidentin ist da, ebenso Ungarns Regierungschef: Die Mordwinen sind eine Minderheit aus dem gleichen Kulturkreis wie Ungarn, Finnen oder auch die Esten.
Irgendwann sind Tanz und Spiele aber doch vorbei, die Politik hält wieder Einzug – Fragen nach dem Polonium-Streit mit Großbritannien. Putin beschwichtigt: Man sei an der Entwicklung der Beziehungen interessiert. Aber man müsse sein Handeln am gesunden Menschenverstand ausrichten und die Rechte und Interessen seiner Partner respektieren. Dann, sagt Putin, werde alles bestens, und auch diese Mini-Krise gehe vorbei.
Auf der anderen Seite der Mini-Krise haben sich jetzt auch die USA eingeschaltet. Ein Sprecher im Außenministerium sagt, man unterstütze in der Polonium-Affäre den britischen Auslieferungsantrag. Russland sollte das Richtige tun und dem Antrag stattgeben.
Es geht um den Londoner Mord am Exil-Russen Alexander Litwinenko. Für die britischen Ermittler sitzt der Hauptverdächtige Andrej Lugowoj in Moskau. Russland liefert ihn aber nicht aus, also müssen vier seiner Diplomaten London verlassen. Im Gegenzug trifft das nun vier britische Diplomaten in Moskau.
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