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Nach der Rückrufaktion von Spielzeug made in China wächst die Besorgnis unter den Eltern. Die amerikanische Firma Mattel/Fisher Price hatte am Donnerstag vor Gesundheitsschäden bei in China hergestellten Spielsachen gewarnt: 1,5 Millionen Produkte hätten zu hohe Bleiwerte. Ein Marktexperte erklärt, dass Blei in Farbe süßlich schmeckt, was kleine Kinder dazu verleiten könnte, das Spielzeug in den Mund zu nehmen. Dadurch könnten die Partikel zu einer Bleivergiftung führen. Chinas Produktsicherheit ist schon länger im Kreuzfeuer der Kritik: Nach giftiger Zahnpasta, sowie verseuchtem Tierfutter, gefälschtem Viagra und fehlerhafter Reifen ist dies eine weitere Episode, die das Vertrauen der Verbraucher erschüttert. Eltern, die das belastete Spielzeug gegen sichereres eintauschen wollen, stehen vor einem Problem: Bis zu 80 Prozent aller Spielsachen werden in China produziert.
Dort nimmt die Herstellung im Mattel-Werk weiter ihren gewohnten Gang. Auch in einigen chinesischen Haushalten ist die Produktsicherheit kein großes Thema: Eine chinesische Hausfrau sagt, sie überlasse die Auswahl der Spielzeuge ihren Kindern. Danach lese sie sich die Gebrauchsanweisung durch, um herauszufinden, ob das Produkt gefährlich ist. In der EU wird das Problem ernster genommen: Im vergangenen Jahr stammte die Hälfte der dort beanstandeten Waren aus China.
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