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Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben aus Protest gegen die Überfischung der Meere das EU-Ratsgebäude in Brüssel über Nacht fast komplett zugemauert. Die rund 200 Demonstranten wollten mit der Aktion auf die drohende Ausrottung zahlreicher Fischarten aufmerksam machen.
Die 27 EU-Agrarminister kamen deshalb erst mit einiger Verspätung über einen Hintereingang ins Gebäude.
Greenpeace-Sprecherin Iris Menn: “Die europäischen Meere sind in einer verschärften Krise. Also sehen wir uns gezwungen, den Fischereiministern auf diese Weise mitzuteilen, dass sie inkompetent sind. Wir finden, die Umweltminister sollten für dieses Problem die Verantwortung übernehmen. Der Schutz der Meere gehört zu ihren ureigensten Aufgaben. Die Fischereiminister interessieren sich doch nur für die wirtschaftliche Seite.”
Das Thema Fischfang und Fischquoten für das kommende Jahr steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Ministerrats.
Nach Angaben von Greenpeace ist etwa der Ostsee-Kabeljau nach hemmungsloser Überfischung vom Aussterben bedroht. Die erschöpften Bestände hochwertiger Fische wie Thunfisch, Kabeljau und anderer großer Raubfische seien besonders stark durch illegale Fischerei gefährdet.
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