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Vor zehntausenden Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. in Rom den traditionellen Segen “Urbi et Orbi” gespendet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche rief zu Frieden in der Welt auf, im Besonderen im Irak und im Heiligen Land. Die Ansprache wurde in 57 Länder übertragen. Benedikt wandte sich gegen jede Art von Gewalt, die ganzen Völkern unerhörte Leiden zufüge. Auf der Welt gebe es immer mehr Flüchtlinge und Vertriebene, so der Papst, die auch vor Naturkatastrophen fliehen müssten. Diese seien immer häufiger die Folge menschlichen Handelns.
Der Papst fügte Weihnachtsgrüße in 63 Sprachen hinzu, zum ersten Mal auch in Guarani, das unter anderem in Paraguay und Brasilien gesprochen wird. Mit der Formel “Urbi et Orbi” – “Der Stadt und dem Erdkreis” – wird ein vollkommener Ablass erteilt. Er gilt auch über Fernsehen, Radio und Internet. In seiner Botschaft wies der deutsche Papst besonders auf die zahlreichen Kriegs- und Krisengebiete hin. Er sprach besonders Darfur, Somalia, die Grenzen von Eritrea und Äthiopien sowie den ganzen Nahen Osten an.
In der Mitternachtsmesse hatte Benedikt zuvor auf die große Not von Millionen Armen und Heimatlosen aufmerksam gemacht und den Zustand einer durch Umweltsünden “geschundenen Erde” beklagt. Er rief in seiner Predigt dazu auf, Raum zu schaffen “für den Nächsten, für den Armen und für Gott”. Es war das dritte Weihnachtsfest des deutschen Papstes seit seiner Wahl im April 2005.
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