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Trotz negativen Konjunkturdaten: Der Leitzins im Euro-Raum bleibt unverändert – vorerst zumindest. Nach einer Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) in Athen, teilte die Bank mit: der Schlüsselzins für die Versorgung der Kreditwirtschaft in der Euro-Zone bleibt bei vier Prozent. EZB-Präsident Claude Trichet erklärte, dass auf den Märkten weiterhin eine hohes Niveau von Unsicherheit herrsche. Und vor diesem Hintergrund gehöre sei die höchste Prioritäten des Rats der Zentralbank, mittel- und langfristig die Inflation unter Kontrolle zu behalten.
Zu den Unsicherheits-Faktoren gehört die Inflation, die im April in der Euro-Zone bei über drei Prozent lag, und die anhaltend hohen Ölpreise. Die Europäische Kommission erwartet in diesem Jahr einen Wachstums-Rückgang auf 1,7 Prozent – und eine noch geringere Rate für das kommende Jahr.
Seinen jüngsten Höchststand erreichte das Öl der Marke WTI am Dienstagabend mit fast 123 Dollar je Fass. Doch dies dürfte noch lange nicht das Ende der Preisentwicklung sein. Der Anlageberater Anthony Grisanti sieht keine Hinweise auf ein Ende der Preisspirale. Er rechnet schon bald mit 150 Dollar je Fass. Einen Preis von 200 Dollar schließt er aber kurzfristig aus.
Wie die EZB hatte auch die Bank of England ihre Geldpolitik zuvor unverändert gelassen. Grund dafür sei der hohen Preisdrucks in Großbritannien. Allerdings rechnen Ökonomen damit, dass angesichts einer drohenden Wachstumsverlangsamung weitere Zinsschritte folgen werden, nachdem die Bank ihre Geldpolitik in diesem Jahr bereits zweimal gelockert hat.
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