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Im Kosovo demonstrierten zahlreiche Menschen gegen die Durchführung der serbischen Parlamentswahl auch in der abtrünnigen Provinz. Die Regierung des Kosovo hatte das Gebiet Mitte Februar für unabhängig erklärt – mit Unterstützung der großen EU-Staaten.
Mitglieder der “Bewegung Selbstbestimmung” schleuderten Müll über den Zaun der UN-Mission in der Hauptstadt Pristina, denn die Mission billigte die Abhaltung der Wahl in den serbischen Enklaven im Kosovo. Die Demonstranten werfen zudem der eigenen Regierung vor, nichts zu tun, um den Urnengang der Serben zu verhindern.
Seit dem NATO-Angriff auf das ehemalige Jugoslawien vor neun Jahren sind fast alle Serben aus dem Kosovo geflohen. Das Gebiet wird fast nur noch von Albanern bewohnt. Auch im angrenzenden Gebiet Serbiens leben Albaner. In drei Gemeinden, darunter Bujanovac, bilden sie die Einwohnermehrheit. Die dortigen Albaner wollen sich an der Parlamentswahl beteiligen. Sie hoffen auf einen Sieg der pro-europäischen Kräfte.
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