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EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat ein stärkeres Zusammenwachsen der Länder der Eurozone gefordert. Die Vollendung des einheitlichen Währungsraums sei zusammen mit der EU-Erweiterung die größte Herausforderung der Zukunft, sagte Trichet bei einem Festakt in der Alten Oper in Frankfurt. Anlaß war das zehnjährige Bestehen der Europäischen Zentralbank.
Trichet erinnerte an den jahrzehntelangen Einigungsprozess, der der EZB-Gründung vorausgegangen war. Nichts sei möglich, ohne die Menschen, nichts sei von Dauer ohne die Institutionen, zitierte Trichet Jean Monnet. In diesem Sinne sei die EZB eine bemerkenswerte Illustration der Weitsicht der EU-Gründerväter.
Der Euro sei ein großer Erfolg, so Trichet weiter. Die Gemeinschaftswährung sei ein Anker der Stabilität.
Nach einem Auf und Ab in den ersten Jahren hat der Euro ständig an Wert gewonnen, in der Spitze notierte er bei einem Dollar 60. Dies hebt etwa die negativen Folgen des Rekordölpreises in der Eurozone deutlich auf.
Dennoch liegt die Inflation in diesem Jahr erstmals deutlich höher als angestrebt. Um die Preisstabilität für die 320 Millionen Bürger der Eurozone zu wahren, will die EZB offenbar demnächst die Leitzinsen erhöhen.
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