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Die Waffenruhe im Gazastreifen hat zumindest die ersten Stunden gehalten: Bis zum späten Donnerstag nachmittag herrschte im Grenzgebiet zu Israel ungewohnte Ruhe, die teilweise auch auf Abschreckung begründet war. Israel und die radikalislamische Hamas drohten der jeweils anderen Seite im Fall von Verstößen mit harten Reaktionen. Und so rollten nur wenige israelische Panzer durch das Gelände und auch die militanten Kämpfer der Hamas schossen keine Raketen auf israelische Grenzstädte. Allerdings hatten sie einen Tag vor dem Waffenstillstand noch rund 40 Raketen auf das Nachbarland abgefeuert.
Wenn die Waffenruhe bis Sonntag hält, will Israel damit beginnen, die Blockade des Gazastreifens zu lockern und einige Grenzübergänge wieder zu öffnen. Damit könnte die Hamas wieder an Popularität gewinnen, und so erklärte Hamas-Regierungschef Ismail Haniyeh auch, man werde die Vereinbarung respektieren, wenn Israel alle Aggressionen gegen die Palästinenser einstelle.
Israels Regierungschef Ehud Olmert überraschte unterdessen mit der Anregung, direkte Gespräche mit Syrien aufzunehmen. Nächste Woche will Olmert in Kairo mit dem ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak über einen Gefangenenaustausch mit der Hamas sprechen. Im Gegenzug hofft Israel auf die Freilassung des vor zwei Jahren verschleppten Soldaten Gilad Shalit – denn dies ist wiederum die Bedingung Israels für die Öffnung des wichtigen Grenzübergangs Rafah.
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