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Angesichts gestiegener Lebensmittel- und Energiepreise hat EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erneut eine Zinserhöhung in der Eurozone Anfang Juli angedeutet. Die Zentralbank sei alarmiert, da sich die Inflationsrisiken verschärft hätten, sagte Trichet vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel.
Die meisten Analysten rechnen mit einer Erhöhung der Leitzinsen um einen Viertelprozentpunkt auf 4,25 Prozent. Die Teuerung in der Eurozone hatte zuletzt den Rekordwert von 3,7 Prozent erreicht.
Diese hohe Inflation erweise sich als dauerhafter als gedacht, was der EZB Sorgen bereite, so Trichet. Es müsse verhindert werden, das sich eine Preisspirale nach oben drehe, die auch die Lohnniveaus umfasse.
Die Währungshüter sind alarmiert: Für dieses Jahr rechnen sie mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 3,4 Prozent, so hoch wie noch nie seit Schaffung der Währungsunion. Zugleich dümpelt das Wachstum bei 1,8 Prozent. Der Euro ist mit einem Dollar 56 etwa 17 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Angesichts der dramatischen Preissteigerungen an den Tankstellen drohte Trichet überdies mit der Regulierung von Märkten. Und zwar für den Fall, dass die Beteiligten keine befriedigenden Verhaltensregeln vereinbarten. Seiner Einschätzung nach ist nicht Spekulation der Hauptgrund für die Preisexplosion, sondern die Tatsache, dass die Nachfrage höher sei und das Angebot niedriger als zunächst erwartet.
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