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In Italien sollen alle Sinti und Roma, die in Lagern und Barackensiedlungen leben, ihre Fingerabdrücke abgeben, auch Minderjährige. Diese Ankündigung von Innenminister Roberto Maroni ist bereits auf heftigen Protest gestoßen. Die Polizei werde die Lager aufsuchen, erklärte Maroni; begonnen werde in den Metropolen Rom, Mailand und Neapel. Dort leben die meisten Roma; sie stammen zu einem großen Teil aus Rumänien.
Roberto Maroni gehört der rechtspopulistischen Lega Nord an. Zweck der Operation sei es, die Zahl der in Italien nomadisierenden Menschen festzustellen; außerdem gehe es darum, minderjährige Roma zu schützen, die oft zum Betteln gezwungen würden.
Scharfe Kritik kam unter anderem vom Vorsitzenden der jüdischen Gemeinse, Amos Luzzatto: Die Maßnahme bedeute eine ethnische Diskriminierung; eine Registrierung von Roma auf dieser Basis sei verfassungswidrig.
Der Sozialminister der bisherigen Mitte-Links-Regierung, Paolo Ferrero von den Altkommunisten, warf Maroni “faschistische Methoden” vor. Er werde verlangen, dass auch ihm die Fingerabdrücke abgenommen werden.
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