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Ungeachtet weltweiter Kritik will sich Simbabwes Machthaber Robert Mugabe an diesem Freitag in einem höchst umstrittenen Wahlgang im Amt bestätigen lassen. Sicherheitsbeamte berichteten nach südafrikanischen Medienangaben, dass
sie mit allen Mitteln eine Massenmobilisierung sicherstellen sollen. Mugabe stellt sich bei dem Wahlgang als einziger Kandidat. Bei der Parlamentswahl am 29. März hatte die Opposition um Morgan Tsangvirai gewonnen, bei der parallelen Präsidentenwahl bekamen weder Mugabe noch Tsvangvirai die absolute Mehrheit. Daraufhin vereinbarten beide Seiten für den 27.Juni eine Stichwahl. Tsangvirai sagte nach gewaltsamen Übergriffen auf seine Anhänger am Sonntag seine Teilnahme ab. Nach Angaben seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) wurden seit Ende März mindestens 86 Mugabe-Gegner bei Übergriffen seiner Schlägertrupps getötet und tausende verletzt. Tsvangirai forderte die afrikanischen Staaten auf, der Opposition zur Seite zu stehen. Aus Angst um ihr Leben verbrachten 200 bis 300 Oppositionsanhänger die vergangene Nacht in der Botschaft Südafrikas in Harare. Südafrikas ehemaliger Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela kritisierte erstmals öffentlich das Mugabe-Regime. In London sprach er von einem “tragischen Versagen der Führung”.
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