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Nach dem Mord an dem 16-jährigen Bruder der britischen Fernsehschauspielerin Brooke Kinsella sind am Freitag drei Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt worden. Die drei im Alter zwischen 18 und 19 Jahren wurden Anfang der Woche festgenommen. Am Sonntag war Ben Kinsella nach einem Streit in einer Bar im Norden Londons erstochen worden. Er war der 17. Teenager, der in diesem Jahr in der britischen Hauptstadt einer Gewalttat zum Opfer fiel – und nicht der letzte: Am Donnerstag wurde ein 16-jähriger im Süden Londons mit einem Messer angegriffen. Er erlag einen Tag später seinen schweren Verletzungen.
Die Serie von Teenagermorden erschüttert Großbritannien. Vor wenigen Tagen versammelten sich Hunderte Jugendliche zu einem Gedenkmarsch für Ben Kinsella und die anderen Gewaltopfer dieses Jahres. Londons neuer Bürgermeister Boris Johnson setzt einerseits auf soziale Maßnahmen, andererseits auch auf mehr Polizeipatrouillen und drastische TV-Kampagnen, in denen vor Waffen gewarnt wird: “Trag ein Messer und es ist viel wahrscheinlicher, dass du selbst erstochen wirst.” Zwar ist die Verbrechensrate in London gesunken, aber die Gewalttaten von Jugendlichen an Jugendlichen nehmen zu. Die britische Labour-Regierung plant ein Gesetz, wonach Gewaltdelikte schon ab 16 Jahren strafbar sein sollen.
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