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Dem sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir droht eine Anklage durch den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dessen Ankläger Luis Moreno-Ocampo will dem Staatschef Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last legen.
Al-Baschir steht im Verdacht, die Gewalttätigkeiten in der westsudanesischen Provinz Darfur organisiert zu haben, die in den vergangenen fünf Jahren zum Tod hunderttausender Menschen geführt haben.
Befürchtet werden im Fall einer Anklage Racheakte der Streitkräfte und Angriffe von Milizen in der Region. Erst Mitte der Woche waren bei einem Überfall sieben Mitarbeiter der gemeinsamen Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union getötet worden. Millionen Menschen sind aus Darfur vertrieben worden. Die Milizen, die dafür verantwortlich sind, werden vermutlich von der Regierung in Karthoum unterstützt.
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