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Nach der Amokfahrt eines jungen Palästinensers im Zentrum von Jerusalem haben israelische Sicherheitskräfte das Haus seiner Familie im arabischen Ostteil der Stadt durchsucht. Polizisten und Soldaten sperrten das Viertel Umm Tuba weiträumig ab. Bei dem Amokfahrer handelte es sich nach palästinensischen Angaben um den 22 Jahre alten Ghassan Abu Tair. Sein Onkel verurteilte die Tat scharf. “Das richtet sich gegen ein Miteinander, gegen den Friedensprozess und gegen unser gemeinsames Leben”, sagte er. Zudem betonte er, dass der junge Mann keiner Fraktion und keiner Bewegung angehört habe. Vielleicht habe er Probleme bei der Arbeit gehabt und sei deshalb zum Täter geworden.
Der Amokfahrer wurde von einem Polizisten erschossen, nachdem er mit einem Bagger gezielt einen Bus und mehrere Autos gerammt hatte – nur 200 Meter von jenem Hotel entfernt, in dem am Abend US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama erwartet wurde. Der Bagger stammte offenbar von der Baustelle, auf der der junge Mann arbeitete. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Die meisten erlitten leichte Verletzungen; ein Israeli allerdings verlor ein Bein. Erst vor drei Wochen hatte ein Palästinenser bei einer Amokfahrt mit einem Bagger in Jerusalem drei Israelis getötet.
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