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Alle Proteste haben nichts genutzt: In Frankreich ist nach zehn Jahren wieder die 35-Stunden-Woche abgeschafft worden. Auf dem Papier bleibt die Begrenzung der Arbeitszeit zwar bestehen, Betriebe können jedoch Überstunden mit geringeren Sozialabgaben vereinbaren. Endlich lasse man die 35-Stunden-Woche hinter sich, jubelte dann auch Arbeitsminister Xavier Bertrand.
Gebilligt wurde das umfassende Gesetzespaket für den Arbeitsmarkt vom französischen Senat. Und zwar von den Senatoren der konservativen Regierungspartei UMP und gegen die Stimmen der sozialistischen Opposition. Da die Nationalversammlung dem Paket bereits zugestimmt hatte, kann es nun in Kraft treten.
Frankreich hatte zwar bislang die 35-Stunden-Woche, effektiv wurde aber schon mehr gearbeitet: Und zwar 41 Stunden pro Woche. Damit lag Frankreich hinter dem europäischen Durchschnitt von 41,9 Stunden knapp zurück.
Unterschiede gibt es auch beim bezahlten Urlaub. Hier liegt Frankreich zusammen mit Deutschland mit 21 bis 25 Jahrestagen im Durchschnitt. Während Großbritannien und Italien zu den Spitzenreitern zählen, gibt es in Spanien und Österreich die wenigsten gesetzlichen Urlaubstage.
Die Pariser Regierung hatte die Arbeitsmarktreformen schon lange angekündigt. Auch Arbeitslose müssen sich auf strengere Vorschriften gefasst machen. Wer zwei zumutbare Jobangebote ausschlägt, dem droht die Kürzung der Unterstützung.
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