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Erstmals seit 350 Jahren hat ein Patriarch von Konstantinopel die Ukraine besucht. Anlässlich der 1020-Jahrfeier der Taufe der Kiewer Rus ist Bartholomaios am Wochenende dort zu Gast. Er kam auch mit Präsident Wiktor Juschtschenko zusammen. Außerdem wird er Vertreter des Rates der Kirchen und Religionsgemeinschaften treffen.
Juschtschenko und Bartholomaios streben die Einheit der gespaltenen orthodoxen Kirche in der Ukraine an. Es gibt dort die Ukrainische Orthodoxe Kirche, die dem Moskauer Patriarchat untersteht, die Ukrainische Orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats und die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche, über deren Vereinigung seit Jahren gestritten wird. Bischof Jewstratij von der Unabhängigen Orthodoxen Kirche sagte, die Ukraine habe das Recht auf eine unabhängige Kirche. Moskau weigere sich aber, das anzuerkennen, ebenso wie es die Unabhängigkeit des Landes nicht anerkenne. Präsidenten Juschtschenko hatte in einer Ansprache die Einheit der Orthodoxie – so wörtlich – als “verlässliches Fundament für die Einheit des ukrainischen Volkes” bezeichnet. Er forderte die Geistlichen aller drei Kirchen auf, sich für Verständigung einzusetzen.
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