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Das Schicksal einer seit mehr als 16 Jahren im
Koma liegenden Italienerin ist juristisch wieder in
der Schwebe.
Die Mailänder Staatsanwaltschaft zieht gegen eine Gerichtsentscheidung von Anfang Juli ins Feld, die Sterbehilfe erlaubte.
Die Frau war 1992 im Alter von 19 Jahren nach einem Autounfall ins Koma gefallen. Der Vater kämpft seit Jahren darum, die künstliche Ernährung seiner Tochter einzustellen.
Die Abgeordnetenkammer hatte entschieden, ein Gericht dürfe keine Genehmigung zum Sterben erteilen.
Antonello Soro von der demokratischen Partei meint: “Es muss erst einmal ein Gesetz geben, dass solche Fälle regelt. Im Moment herrscht ein juristisches Vakuum. Die Richter haben keinen Maßgaben, um sich diesen Problemen zu stellen.”
Der Fall erregt in Italien seit langem großes Aufsehen.
Chefarzt Fabio Viselli erklärt, dass in Italien etwa 1500 bis 2500 Menschen im Koma liegen.
Der Mediziner sagte: “Es ist sehr schwierig, im Fall von Komapatienten Aussagen über die Wahrscheinlichkeit einer Genesung zu machen, – sehr schwierig zu sagen, wie die Chancen stehen, ob der Patient eventuell nicht doch wieder erwachen wird.”
Der Vatikan hat in der Vergangenheit immer wieder klar Stellung gegen jegliche Form der Sterbehilfe bezogen. Ein Mensch im Koma lebe und würde qualvoll verdursten und verhungern, wenn die künstliche Ernährung eingestellt wird.
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