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In seiner ersten öffentlichen Ansprache seit der Verhaftung von Radovan Karadzic hat Serbiens Präsident Boris Tadic bekräftigt, weiter mit dem UN-Tribunal zusammenzuarbeiten, sich Erpressungsversuche aber verbeten.
Serbien könne die Kooperation mit dem Tribunal nicht umgehen, wenn es seine Glaubwürdigkeit stärken wolle. Es müsse seine Integrität verteidigen und Investoren signalisieren, dass es ein Ort der Sicherheit, des Rechts, des Friedens und des Fortschritts ist. Die Festnahme aller vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal Angeklagten sei insofern eine Verpflichtung für jede serbische Regierung. Wer dabei Druck auf Serbien ausübe, renne offene Türen ein.
Nach Karadzic stehen nun der frühere bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic und der Anführer der Serben in Kroatien, Goran Hadzic, ganz oben auf der Liste der Gesuchten.
Während Tadic gegenüber dem Tribunal volle Kooperation zusicherte, wollte der Präsident in der Kosovo-Frage nicht dem Druck der EU nachgeben: Serbien werde den Anspruch auf die frühere Provinz auch nicht um den Preis des Beitritts aufgeben.
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