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Bei den Vereinten Nationen in New York haben sich die Vertreter der USA und Russlands heftige Wortgefechte geliefert. Washington wirft Moskau vor, sein Vorgehen im Kaukasus habe den Zweck, den pro-westlichen Präsidenten Georgiens zu stürzen. Ist es das Ziel der Russischen Föderation, die Führung Georgiens zu ändern? fragte der UN-Botschafter der USA, Zalmay Khalizad, bei einer Sitzung des Weltsicherheitsrats.
Seinen russischer Kollegen Vitaly Churkin erklärte daraufhin, er habe bereits umfassend Auskunft gegeben, doch vielleicht habe der amerikanische Botschafter nicht zugehört, vielleicht habe er den Ohrhörer nicht verwendet. Der amerikanische Botschafter hatte dem höchsten UN-Gremium berichtet, der russische Außenminister Sergei Lawrow habe gegenüber seiner amerikanischen Kollegin Condoleezza Rice erklärt, Georgiens Präsident Michael Saakaschwili “müsse gehen”. Bei einer Pressekonferenz betonte der Botschafter, die russische Sehnsucht nach vergangenen imperialen Zeiten komme offenbar auch in diesem Konflikt zum Ausdruck.
Der russische Botschafter widersprach seinem amerikanischen Kollegen nachdrücklich:
Regimewechsel sei eine rein amerikanische Erfindung, sagte Churkin. Der Begriff habe keinen Platz im politischen Denken Russlands. Moskau befürworte demokratische Verhältnisse in Georgien. Es war bereit die vierte Sitzung des Weltsicherheitsrats zum Kaukasus-Konflikt in weniger als drei Tagen.
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