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Mindestens 100.000 Menschen, schätzen UN-Experten, sind aus dem Krisengebiet des Kaukasus vertrieben worden. Die umkämpfte Stadt Gori sei bald menschenleer, meldete das UN-Flüchtlingskommissariat in Genf, vier von fünf Einwohnern seien nach Georgien geflohen, insgesamt mehr als 50.000 Menschen. Rund ein Drittel der Flüchtlinge aus Südossetien fand im russischen Nordossetien Aufnahme.
Das Genfer Flüchtlingskommissariat stellte 1,3 Millionen Euro Soforthilfe bereit. Ein erstes Flugzeug brachte tonnenweise Zelte, Decken und Kochgerät nach Tiflis. Die sechs Büros und mehr als 50 Mitarbeiter in Georgien arbeiteten bereits für rund 275.000 Bedürftige – Vertriebene, Heimatlose, Heimkehrer, so ein Sprecher des UNHCR. Bedauerlicherweise sei diese Zahl nun dabei, zu steigen. Eine weitere UN-Maschine soll am Mittwoch von Kopenhagen aus nach Tiflis starten.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz stellte insgesamt rund fünf Millionen Euro zur Verfügung, vor allem für medizinische Versorgung und die Aufbereitung von Trinkwasser.
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