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Bei einem amerikanischen Luftangriff in Afghanistan sind letzte Woche offenbar neunzig Zivilisten umgekommen. Das teilten die Vereinten Nationen mit, die sich auf die Berichte von Augenzeugen berufen. Zwei Drittel der Opfer waren demnach Kinder.
Der Angriff richtete sich gegen einen Ort in der westlichen Provinz Herat. Die amerikanische Armee sprach danach von dreißig Toten, nach ihren Angaben Taliban-Kämpfer. Später gab sie auch fünf zivile Opfer zu.
Wegen solcher Vorfälle kommt es zwischen den USA und Afghanistan zunehmend zu Spannungen.
Staatspräsident Hamid Karsai hatte schon vor einiger Zeit kritisiert, dass solche Luftangriffe nichts erreicht hätten und nur die normalen Afghanen träfen. Sein Sprecher sagte nun, die Geduld des afghanischen Volks sei erschöpft.
Die afghanische Regierung will jetzt auch die Verträge neu verhandeln, die regeln, was
ausländischen Truppen im Land erlaubt ist – wie zum Beispiel derartige Luftangriffe.
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