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Im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe stehen die festgefahrenen Verhandlungen über eine Machtaufteilung offenbar vor dem völligen Scheitern: Nach Angaben des Informationsministers will der umstrittene Präsident Robert Mugabe eine neue Regierung bilden, ohne ein Ende der Verhandlungen mit der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) abzuwarten. Die Regierungsbildung stehe kurz bevor, sagte der Minister.
Oppositionsführer Morgan Tsvangirai sieht sich als Sieger der Präsidentenwahl. Ein Sprecher seiner Bewegung erklärte, Mugabes Absicht der Regierungsbildung sei eine Kriegserklärung an das eigene Volk.
Tsvangirai hatte sich nach dem umstrittenen ersten Wahlgang an der Stichwahl im Juni nicht beteiligt und erkennt Mugabes Wiederwahl nicht an. Im Parlament hat die Opposition seit den Wahlen vom März die Mehrheit – und stellt mit Lovemore Moyo den Parlamentspräsidenten. Er wurde am Montag gewählt. Staatspräsident Mugabe wurde bei der Eröffnung des Parlaments ausgebuht Einer der wichtigsten Streitpunkte bei den Verhandlungen war bisher die Frage, welche Rolle Mugabe künftig innehaben wird. Während die Opposition ihm nur eine repräsentative Rolle zugestehen will, will Mugabe weiterhin seinen Anteil an der Macht sichern.
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