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Mit einem Streikaufruf hat die Gewerkschaft bei Renault auf die Ankündigung des Autobauers reagiert, in Frankreich rund 4000 Arbeitsplätze abzubauen. Am kommenden Donnerstag soll an allen französischen Standorten für einen Tag die Arbeit niedergelegt werden.
Ein Gewerkschaftssprecher kritisierte die Geschäftsstrategie der Konzernführung. Diese strebe maximalen Gewinn mit einer nur geringen Autofertigung an. Stattdessen sollte mehr produziert werden, so dass Arbeitsplätze gesichert würden.
Vorstandschef Carlos Ghosn setzt ganz auf die neue Modellpalette, die von Beschäftigten und Aktionären sehnsüchtig erwartet wird. Offiziell wird die neue Megane-Generation in einigen Wochen auf dem Pariser Autosalon vorgestellt.
In Branchenkreisen kursieren indes Gerüchte über massive Probleme bei Renault. So wird für das laufende Jahr nur noch mit einem Konzerngewinn von 2,5 Milliarden Euro gerechnet. Damit würde sich der seit Jahren anhaltende Negativtrend fortsetzen.
Doch wegen der Konjunkturflaute kommt die Modelloffensive zu keinem guten Zeitpunkt. Analysten erwarten bei den für die nächste Woche erwarteten August-Zulassungszahlen in
Westeuropa einen massiven Einbruch. Davon ist allerdings die ganze Autobranche betroffen.
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