
Spannungen im Kaukasus halten an: Moskau bleibt hart, Saakaschwili gerät in Bedrängnis
11/09/08 08:10 CET
Georgien
welt
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Auch nach dem Ende des Kriegs im Südkaukasus bleibt die Zukunft der georgischen Flüchtlinge ungewiss. Viele befürchten, dass sie nie mehr zurückkehren können. Denn die Spannungen zwischen Moskau und Tiflis halten an.
Russland hat den Obersten UN-Gerichtshof aufgefordert, eine Klage Georgiens abzuweisen. Georgien hatte Russland ethnische Säuberungen vorgeworfen. Der Waffenstillstand ist offenbar brüchig: Aus Tiflis hieß es, russische Soldaten hätten in der Pufferzone vor Südossetien einen georgischen Polizisten erschossen. Russland wies dies umgehend zurück.
Streit gibt es auch um die EU-Beobachtermission. Die EU will Beobachter in die abtrünnigen Regionen entsenden, was Moskau ablehnt. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili, hier beim Besuch eines Flüchtlingslagers, erklärte, mit diplomatischem Druck werde sich die EU durchsetzen. Allerdings gerät Saakaschwili selbst in Bedrängnis. Teile der Opposition fordern Neuwahlen und werfen ihm vor, durch den Einmarsch in Südossetien das Recht zu regieren verwirkt zu haben.
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