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XL war der Name, XL war nun auch die Pleite: Großbritanniens drittgrößter Reiseveranstalter ist zahlungsunfähig. Die Flüge des Unternehmens und fast aller Tochterfirmen sind gestrichen, nach Angaben der Luftfahrtaufsicht sitzen rund 85-tausend Urlauber vorerst im Ausland fest und sollen nun mit anderen Fluglinien zurückgeholt werden.
Firmenchef Phil Wyatt macht dafür die gestiegenen Treibstoffkosten verantwortlich: innerhalb eines Jahres über achtzig Millionen US-Dollar mehr. Viele hätten dank der hohen Ölpreise abgesahnt, sagt er: Die Kehrseite sei nun, dass heute in Großbritannien
wohl 1700 Menschen ihre Arbeit verlieren würden.
Noch bis zuletzt wurden Reisen verkauft, insgesamt zweihunderttausend. Viele Urlauber kamen heute ahnungslos zum Flughafen: “Wenn es an den Treibstoffkosten lag”, sagt er; “warum haben sie
dann nicht die Preise angepasst? Das hätte man
beim Verkauf doch wohl berücksichtigen können, sogar noch am Montag.”
Die Pleiten in der Reisebranche häufen sich: Die von XL ist schon die dritte in dieser Woche. Verschont bleibt aber der deutsche Ableger XL Airways Germany, der mit sieben Flugzeugen für andere Veranstalter wie TUI und Öger fliegt: Die Firma gilt als gesund und wird von der isländischen Gläubigerbank Straumur übernommen.
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