Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
Der Skandal um verseuchtes Milchpulver in China ist größer als bisher angenommen. Zwei Kinder sind gestorben und die Zahl der an Nierensteinen erkrankten Säuglinge verdreifachte sich auf 1253. Der chinesische Hersteller Sanlu hat seine Produktion inzwischen gestoppt, mehrere Personen wurden festgenommen. Des Milchpulver enthält die Chemikalie Melamin, die in der Industrie auch als Bindemittel eingesetzt wird. “Durch die Beigabe der Chemikalie wurden die Verbraucher verletzt, was unschuldigen Kindern großes Leid verursacht hat”, so der Chef der chinesischen Behörde, die für Qualitätskontrolle zuständig ist. “Die Schuldigen sollten hart bestraft werden.” Chinesische Medien waren über den Skandal informiert, durften jeoch wegen der Olympischen Spiele darüber nicht berichten. Die meisten Erkrankungen wurden in den Provinzen Hebei, Jiangsu und Gansu festgestellt. Sanlu beliefert fast ein Fünftel des chinesischen Marktes. Das Melamin wurde offenbar der Milch in den Sammelstationen, die Sanlu belieferten, beigegeben, um den Proteingehalt zu erhöhen. Der Hersteller wusste nach amtlichen Angaben seit März von den Problemen mit seinem Milchpulver. Der neuseeländische Fonterra-Konzern ist an Sanlu beteiligt. Dessen Vertreter wurden erst Anfang August informiert.
Copyright © 2009 euronews
Top-Nachrichten und letzte Meldungen


Allergiehäufung nach Schweinegrippeimpfung
Vorbereitungen auf die Hadsch
Marwan Barguti, der Wunschkandidat vieler…
Hat Blair gelogen?
Großbritannien sucht die Wahrheit im Irak
Spanische Polizei nimmt “Segi”-Mitglieder fest
Licht und Schatten in UNO-Aidsbericht
Neue Ungewissheit um iranisches Uran
Eis der Antarktis schmilzt schneller als…
Mindestens 46 Tote nach Massaker auf den… 




