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Die Lage der Sinti und Roma in der Europäischen Union steht an diesem Dienstag in Brüssel zur Debatte: bei dem ersten EU-Roma-Gipfel der Europäischen Kommission.
Drastische Maßnahmen in Italien, aber auch in Frankreich haben die Lage der Roma in jüngster Zeit ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.
Am Rande von Paris wurde nur zwei Wochen vor dem Gipfel das größte Elendsviertel Frankreichs im mit Planierraupen abgerissen, nachdem weit über sechshundert Roma das Gelände geräumt hatten. Die Lage der Roma sei nicht nur eine Frage der Menschenrechte oder ein wirtschaftliches Problem, sagt Livia Jaroka, eine von nur zwei Roma, die ins Europa-Parlament gewählt wurden: Man müsse auch von dem riesigen kulturellen Verlust für Europa sprechen.
Wenn die Roma nicht länger Opfer von Diskriminierung sein wollen, brauchen sie vor allem Bildung, – eine Erkenntnis, die sich langsam durchsetzt, sowohl bei den Roma-Familien wie bei den politisch Verantwortlichen. Alphabetisierungskurse und weitere Bildungsangebote für Erwachsene und Kinder sind eine Möglichkeit, die aber Geld kostet. Auch darüber wird in Brüssel zu reden sein.
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