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Vertreter der Roma haben der Europäischen Union Versagen im Kampf gegen die Ausgrenzung dieser Minderheit vorgeworfen. Bei der bisher größten Roma-Konferenz der EU protestierten Teilnehmer gegen Maßnahmen der italienischen Regierung wie das Abnehmen von Fingerabdrücken.
Der Präsident der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso erklärte, staatliche Programme sollten vor allem die harte Lebenwirklichkeit ins Auge fassen, mit der es die Roma zu tun hätten. Barroso betonte die Bedeutung der Bildung für die Kinder der Roma. Für Erwachsene sollte eine Arbeitsvermittlung gefördert werden, die kulturellen Besonderheiten Rechnung trage, und ebenso sollten legitime Formen der freiberuflichen Tätigkeit unterstützt werden, dies mit Fortbildungsmaßnahmen, Mikro-Krediten und anderen Mitteln.
Das Problem der Diskriminierung müsse vor allem auf nationaler Ebene gelöst werden, sagte Barroso. Für die französische EU-Ratspräsidentschaft erklärte die Ministerin für Wohnen und Stadtentwicklung, Christine Boutin, es sei sehr wichtig, dass die Roma an Wahlen teilnehmen könnten; das werde gegenwärtig oft verhindert durch die Vorschrift einer Mindestaufenthaltsdauer in einem Wahlkreis. Ein Zeitraum von drei Jahren sei für nichtsesshafte Menschen zu lang. Die Ministerin fügte hinzu, dass es auch wichtig sei, den Roma Personalausweise auszustellen.
Die Volksgruppe der Sinti und Roma ist mit acht bis zehn Millionen Menschen die größte Minderheit in Europa. Durch die Erweiterung sind seit 2004 mehrere Millionen Roma Teil der EU geworden, allein in Rumänien sind es mehr als zwei Millionen.
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