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Die Slowenen wählen heute ein neues Parlament. Die letzten Umfragen zeigen, dass Regierungschef Janez Janša mit seiner konservativen SDS-Partei ein ähnliches Ergebnis erreichen kann wie bei der letzten Wahl: um die dreißig Prozent.
Korruptionsvorwürfe nach einem Rüstungskauf in
Finnland haben ihm nicht geschadet: Nichts wurde bewiesen, Janša konnte das als Kampagne seiner Gegner abtun.
Ob er bei einem Sieg weiterregieren könnte, ist aber offen: Zwei bisherige Koalitionspartner sind eingebrochen und könnten heute sogar an der Vierprozenthürde scheitern.
Janšas erster Herausforderer ist Borut Pahor, einer der beliebtesten Politiker in Slowenien. Den Umfragen zufolge liegen seine Sozialdemokraten etwas hinter der SDS: Die Entwicklung geht aber klar in ihre Richtung; in den letzten Wochen haben sie deutlich aufgeholt.
Die Liberalen versuchen unter Katarina Kresal, einer jungen Quereinsteigerin, einen Neuanfang: Lange waren sie Sloweniens stärkste politische Kraft und beim letzten Mal immerhin noch zweitstärkste Partei. Seitdem sind sie aber in mehrere Gruppen
zerfallen. Der Rest der Partei tritt unter Kresal nun als Wirtschaftsliberale an.
Im Parlament, dem Državni Zbor, kommt angesichts des unklaren Ausgangs wie immer eine entscheidende Rolle der Rentnerpartei Desus zu, die seit zwölf Jahren jeder Regierung angehört – egal welcher Richtung.
Die Wahllokale schließen um 19 Uhr; dann wird sich abzeichnen, wer Slowenien in den nächsten vier
Jahren regiert.
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