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Nach langem Tauziehen übernimmt der staatliche französische Stromriese EDF den britischen Atom-Spezialisten British Energy. Die Briten nahmen das erhöhte Kaufangebot über 15,7 Milliarden Euro an. Damit wird EDF zum größten Stromanbieter im Vereinigten Königreich.
Der Konzern kündigte an, vier Europäische Druckwasserreaktoren an zwei Standorten in England bauen zu wollen. Großbritannien bezeichnete EDF-Vorstandschef Pierre Gadonneix als Schlüsselmarkt. Nirgendwo sonst in Europa werde so stark auf die Kernenergie gesetzt. Zum einen, weil die Briten einen großen Nachholbedarf bei der Energieversorgung hätten. Zum anderen hätten die Regierungen Blair und Brown die entsprechenden politischen Weichen gestellt.
Im Rahmen der Übernahme verkauft der britische Staat seinen 35-Prozent-Anteil an EDF. Der Investmentfonds Invesco, der 15 Prozent hält, stimmte einem Verkauf nach langem Zögern nun ebenfalls zu.
Die Regierung in London sprach von einem bedeutenden Schritt in die Zukunft.
Wirtschaftsminister John Hutton erklärte, die Transaktion bringe dem Land 31 Milliarden Euro an ausländischen Direktinvestitionen ein – das sei ein Rekord. Der Bau neuer Kernkraftwerke helfe mit, die Energielücke zu schließen.
British Energy betreibt acht Atomkraftwerke mit einer Leistung von 9500 Megawatt. Diese nähern sich allerdings dem Ende ihrer Laufzeit.
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tags: Unternehmen (Wirtschaft)
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