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Zehntausende Menschen haben in Berlin mehr Geld für die deutschen Kliniken gefordert. Die Polizei zählte am frühen Nachmittag rund 85 000 Demonstranten. Die Veranstalter – ein Aktionsbündnis aus Ärzteverbänden, Kliniken, Gewerkschaften, kommunalen und kirchlichen Arbeitgebern – sprachen sogar von 120 000 Teilnehmern. Ärzte, Pfleger und andere Klinikmitarbeiter aus ganz Deutschland forderten von der Bundesregierung eine Korrektur ihres Sparkurses der vergangenen Jahre.

“Wir demonstrieren heute hier für bessere Bedingungen im deutschen Gesundheitswesen, damit das was in den letzten Jahren an Einsparungen schon umgesetzt wurde, wieder rückgängig gemacht werden kann und damit man insgesamt mehr Zeit für die Patienten hat” erklärt Demonstrationsteilnehmer Maxim Borg. Es seien dringend mehr Stellen im pflegerischen Bereich, aber auch im ärztlichen Bereich nötig.

Die medizinische Grundversorgung in Deutschland sei in Gefahr, so die Demonstranten. Eine katastrophale Situation für die Patienten – aber auch für das Personal. Demonstratin Frauke Hansen erklärt, sie wolle beruhigt nach Hause gehen können und sagen können, “ja, wir haben unser Bestes getan.” Zur Zeit sei das nicht der Fall, “wir gehen mit einem ganz Hause!”

Die deutsche Regierung hatte gestern rund 3 Milliarden Euro mehr für die Kliniken zugesagt – eine Summe die aus den Beiträgen der Krankenversicherten finanziert werden soll. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters nannte den Vorschlag auf der heutigen Kundgebung eine “Mogelpackung”. Nötig wäre mindestens doppelt soviel Geld, da mehr als ein Drittel der rund 2100 Krankenhäuser in Deutschland akut insolvenzgefährdet sei.

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