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Die Europäische Union will ihre Fischbestände besser schützen. Angesichts der dramatischen Überfischung verständigten sich die zuständigen Minister bei einem Treffen in Brüssel auf eine Reform der EU-Fischereipolitik. Hauptziel der Reform ist die Verkleinerung der europäischen Fischfangflotte.
EU-Fischereikommissar Joe Borg aus Malta betonte, es gebe nach wie vor eine Überfischung von signifikantem Ausmaß: 80 Prozent der europäischen Fischbestände seien noch immer überfischt.
Borg sprach von einem Teufelskreis aus Überkapazitäten bei der Fischereiflotte und schwindenden Beständen. Dieser Teufelskreis müsse mit der Reform ein für allemal durchbrochen werden. Doch dies sei nur in Zusammenarbeit mit den Fischern möglich, erklärte der französische Landwirtschaftsminister Michel Barnier. Ohne oder sogar gegen die Fischer wäre diese Politik ein vergebliches Unterfangen. Deshalb werde man sich Zeit nehmen, die Fischer anzuhören, ebenso wie die Umweltschutz-Verbände und Wissenschaftler. Nach dem vereinbarten Zeitplan sollen die 27 EU-Staaten und das Europaparlament das Reformpaket 2011 verabschieden. Im folgenden Jahr könnte es dann in Kraft treten.
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