
BNP-Paribas übernimmt angeschlagene Fortis-Bank in Belgien und Luxemburg
06/10/08 13:15 CET
Finanzkrise
wirtschaft
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Die französische Bank BNP Paribas übernimmt das Geschäft der angeschlagenen Bank Fortis in Belgien und Luxemburg für 14,5 Milliarden Euro. Dies teilte die französische Bank in Paris mit. Belgien und Luxemburg blieben jeweils wichtige Aktionäre, hieß es weiter.
Mit der Übernahme wird BNP Paribas zur führenden Bank im Privatkundengeschäft in Belgien und Luxemburg.
Der belgische Staat übernimmt 11,6 Prozent der Anteile an BNP Paribas, Luxemburg 1,1 Prozent.
Belgiens Regierungschef Yves Leterme zeigte sich zufrieden mit der neuen Vereinbarung.
BNP Paribas hatte bereits Ende September ein Angebot vorgelegt, das aber abgelehnt worden war.
Bei einer Pressekonferenz in Brüssel sagte Leterme, mit BNP Paribas werde eine führende europäische Bank gewährleisten, dass die Fortis Bank Belgien die Voraussetzungen erfüllt, um sich in nachhaltiger Weise weiter zu entwickeln, und dies an der Seite des belgischen Staates.
Auch Finanzminister Didier Reynders und der Chef der BNP-Paribas, Baudouin Prot, nahmen an der Pressekonferenz in Brüssel teil.
Unterdessen widersprach der belgisch-französische Immobilienfinanzierer Dexia einer Äußerung Letermes, wonach Dexia von der Finanzkrise schwer getroffen sei. Doch die Aktie wurde heute in Brüssel und Paris aus dem Handel genommen.
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