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Der deutsche Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ist noch einmal vom Abgrund zurückgeholt worden. Auf einem Krisengipfel mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel einigten sich der Staat und die Finanzwirtschaft auf ein neues Rettungspaket für das schwer angeschlagene Münchner Unternehmen. Eine Verstaatlichung hatte die deutsche Kanzlerin strikt abgelehnt.
So wird die Hypo Real Estate nun vom Finanzsektor zusätzlich zu den von der Deutschen Bundesbank und der Finanzwirtschaft zur Verfügung gestellten Kreditlinien in Höhe von 35 Milliarden Euro einen weiteren, ebenfalls besicherten Liquiditätskredit in Höhe von 15 Milliarden Euro erhalten.
Die in Schwierigkeiten geratene Bank Fortis, die in den Niederlanden vom Staat gekauft wurde, wird in Belgien und Luxemburg nun einem Medienbericht zufolge von der französischen Großbank BNP Paribas übernommen. Demzufolge einigte sich die BNP Paribas mit Vertretern der Regierungen beider Länder. Die belgische Regierung trat in Brüssel zusammen, um die Einigung offiziel zu billigen.
BNP Paribas ist die größte französische Bank und beschäftigt knapp 170.000 Mitarbeiter in rund 85 Ländern. Während des gesamten Wochenendes hatten sich Belgien und Luxemburg um einen Käufer für Fortis bemüht.
Die italienische Großbank Unicredit plant unterdessen angesichts der internationalen Finanzkrise eine Kapitalerhöhung von zunächst drei Milliarden Euro. Diese soll durch eine Wandelanleihe garantiert werden.
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