
Finanzkrise: Verstaatlichungen und Verhandlungen – EU beruhigt besorgte Bürger
09/10/08 13:13 CET
Finanzkrise
welt
Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
Island fährt mit seiner Politik zur Abfederung der Finanzkrise fort: Auch die größte Bank des Landes, Kaupthing, ist am Donnerstag unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt worden. Zuvor waren schon das zweit- und das drittgrößte Institut verstaatlicht worden. Die Regierung hatte ein entsprechendes Eilgesetz erlassen, um den Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern. Frankreich, Belgien und Luxemburg einigten sich unterdessen auf einen neuen Rettungsplan für die Hypothekenbank Dexia. Demnach übernehmen die Regierungen eine einjährige Garantie für neue Kreditaufnahmen. Belgiens Ministerpräsident Yves Leterme hatte die ganze Nacht mit französischen Aktionären von Dexia verhandelt, nachdem der Aktienkurs der Bank in Brüssel stark eingebrochen war.
EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia, der für eine europäische Antwort auf die Finanzkrise plädiert, versuchte, Befürchtungen von Sparern und Anlegern zu beschwichtigen. Zur Sorge bestehe kein Grund, versichert Almunia im euronews-Interview: “Niemand wird seine Ersparnisse verlieren. Es gibt Finanzinstitute, die Probleme haben, aber dank der öffentlichen Hand oder Übernahmen durch andere Institute hat niemand seine Einlagen verloren.” Die EU beschloss vor kurzem ein Programm zum Schutz von Spareinlagen der Bürger.
Copyright © 2009 euronews
Top-Nachrichten und letzte Meldungen

Präsidentenwahl in Rumänien
Würdenträgertreffen im Vatikan
Große Bauerndemonstration in Madrid
Lebenslange Haft in italienischem Mordprozess…
Rückt Entdeckung des Urknalls näher?
Pegelstände in britischen Hochwassergebieten…
Zweihundert Flüchtlinge mit Boot in Sizilien…
Belgien sucht Regierungschef
Grubenunglück in China
Erster Amerikaflug für Riesenairbus 




