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Mit viel nacktem Fleisch haben Tierschützer in Belgiens Hauptstadt gegen den Stierkampf demonstriert. Drei Organisationen hatten dazu aufgerufen. Die Demonstranten protestieren dagegen, dass die EU über ihre Agrarsubventionen letztlich den Stierkampf mitfinanziert.
“Wir leben im 21. Jahrhundert, wir haben eine Million Möglichkeiten, uns zu unterhalten, und Tierquälerei zur Unterhaltung ist grausam! Es ist unglaublich, dass so etwas noch immer vorkommt, und noch unglaublicher, dass das Europa-Parlament diese Industrie unterstützt”, schimpft eine Demonstrantin.
Rund zwanzig Millionen Euro stecke die EU jährlich in die Stierkampf-Industrie, klagen die Tierschützer. Doch genaue Zahlen sind kaum zu erhalten, da die Kampfstiere nicht eigens aufgelistet werden.
Der grüne Europa-Abgordnete Raul Romeva i Rueda verweist auf das Mitspracherecht seines Parlaments: “Wir verabschieden eins der wichtigsten Dokumente der EU-Politik, den Haushalt – das Geld. In diesem Sinne ist es wichtig daran zu erinnern, und das tun wir jedes Jahr, dass kein Geld, kein öffentliches Geld in diese Art von Volksvergnügen gehen darf. Das ist etwas, was wir tun können.”
Allein in Spanien sterben im Jahr mehr als zehntausend Stiere in der Arena. Die Züchter können für die männlichen Tiere und für die Mutterkühe Subventionen einstreichen.
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