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Die Finanzwelt versucht in Washington, der Notlage an den Märkten Herr zu werden:
Zu einer Krisensitzung treffen heute die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) in Washington zusammen. Über neue Regeln für die Finanzmärkte und Maßnahmen zur Eindämmung der Krise soll beraten werden. Auch die Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds IWF am Wochenende steht im Zeichen der Krise.
IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fordert einen grundlegenden Wandel des Finanzsystems. “Neue Spielregeln müssen eingeführt werden”, sagte Strauss-Kahn in Washington. “Diese Krise ist ein Rückschlag für die bisherige Überwachung der Märkte, ein Rückschlag für die Regulierung. Ein Rückschlag für den Glauben, dass der Markt reguliere sich von selbst.”
“Der Markt braucht dringend Schutz und klare Regeln”, sagt Analyst Nick Edwards in London erklärt. “Investoren brauchen Schutz. Es fehlt im Moment eine globale Antwort. Massenweise kommt es zu spontanen Rettungsaktionen, aber was Investoren wirklich vermissen, ist eine einzige, gemeinsame Aktion. An diesem Wochenende bietet sich diese Möglichkeit: die Treffen der G7-Staaten, der Weltbank und des IWF. Dies sind die wichtigsten Sitzungen der vergangenen vier Jahrzehnte.”
Auch Vertreter der wichtigsten Schwellenländer – der sogenannten G 20 – sind für den Samstag nach Washington eingeladen worden. Mit internationaler Zusammenarbeit sollen die taumelnden Märkte wieder Vertrauen fassen.
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