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2,7 Millionen Litauer sind am Sonntag aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. 16 Parteien bewerben sich um die 141 Mandate im Seimas. Zeitgleich findet ein Referendum über die Verlängerung der Laufzeit für das Kernkraftwerks Ignalina statt. Der Ausgang der Volksbefragung ist nicht bindend.
Beobachter erwarten, dass der sozialdemokratische Ministerpräsident Gediminas Kirkilas auch künftig wieder an der Spitze einer Koalitionsregierung stehen wird. Chancenreichster Herausforderer ist Ex-Ministerpräsident Andris Kubilius. Auch wenn seine christdemokratisch-konservative Vaterlandsunion stärkste Partei würde, dürfte es ihm schwerer fallen eine Regierungsmehrheit zustandezubringen als den Sozialdemokraten.
Beide Parteien haben sich dafür ausgesprochen, das Kernkraftwerk Ignalina über 2009 weiterzubetreiben, weil sie Engpässse bei der Stromversorgung befürchten. Nach Willen der EU soll Ignalina 2009 vom Netz gehen.
Beobachter erwarten eine geringe Wahlbeteiligung. Die Litauer gelten als die politikverdrossenste Nation Europas.
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