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Ein entschiedener Gegner der neo-liberalen Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte
erhält den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft: Paul Krugman, Professor an der amerikanischen Princeton-Universität.
Das Nobel-Komitee für Wirtschaft der schwedischen Akademie der Wissenschaften erklärte in Stockholm, Krugman werde ausgezeichnet für “seine Analyse von Handelsmustern und der Zuordnung wirtschaftlicher Aktivitäten”.
Vor vier Jahren erhielt Krugman den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Sozialwissenschaften. Erst im vergangenen Mai erklärte Krugman in einem Buch erneut das Ende der Neokonservativen. Auch in seinen Kolumnen in der New York Times äußerte Krugman stets scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik von George W. Bush. Die gegenwärtige internationale Banken- und Finanzkrise nannte Krugman jüngst “furchterregend”, doch sei erfreulich, dass die Politiker endlich anfangen hätten, “vernünftig zu handeln”. Noch vor kurzem habe er es nicht für möglich gehalten, dass die Welt sich wie jetzt am Rande einer großen Depression bewegen könne. Der Wirtschafts-Nobelpreis wird erst seit 1969 vergeben. Er ist ein Preis der Schwedischen Reichsbank und geht nicht auf die Stiftung des Alfred Nobel zurück.
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