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In der Türkei beginnt der Mammutprozess gegen das Verschwörer-Netzwerk Ergenekon. Die laizistische Untergrundorganisation soll versucht haben, die islamisch-konservative Regierung durch einen Militärputsch zu stürzen. Bei mehreren Razzien hatten die Ermittler Waffen, Pläne und geheime Militärdokumente sichergestellt.
Insgesamt 86 Personen stehen nahe Istanbul vor Gericht. Sie sollen für die meisten Anschläge der vergangenen Jahre verantwortlich sein, darunter auch den auf die Tageszeitung Cumhuriyet im Mai 2006. Dabei sollten falsche Fährten zu islamistischen Kreisen führen. Unter den Angeklagten sind der frühere Gendarmerie-Kommandant Sener Eruygur und weitere hochrangige Militärs, Professoren und Journalisten.
Auch hinter dem gescheiterten Verbotsverfahren gegen die AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan soll Ergenekon stecken, sowie hinter den Massenkundgebungen gegen die islamisch-konservative Regierungspartei. Bei der Ermordung des armenisch-türkischen Schriftstellers Hrant Dink hat das kemalistische Netzwerk seine Finger angeblich ebenfalls im Spiel gehabt.
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