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Auch an diesem Mittwoch haben Schüler und Studenten in Italien wieder gegen die Reformpläne der Regierung im Erziehungswesen protestiert. Es geht um ein Dekret von Bildungsministerin Mariastella Gelmini. Es hätte zur Folge, dass mehr als 130.000 Lehrer- und Verwaltungsstellen in italienischen Schulen wegfallen würden. So sollen gut 8 Milliarden Euro eingespart werden. Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, die Organisatoren der Demonstrationen in den vergangenen Tagen hätten über die Teilnehmerzahl gelogen. Sie sei immer sehr niedrig gewesen. Außerdem warne er die dort draußen: Die Besetzung von Schulen und Universitäten werde man auf keinen Fall hinnehmen. Am Dienstag hatten tausende Schüler und Studenten gegen die Schulreform protestiert. Die Gewerkschaften beklagen, dass Italien bereits vor den Einsparungen nur 4,7 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für das Schulwesen ausgibt; im europäischen Durchschnitt sind es fast 6 Prozent. Umstritten ist auch die Erhöhung der Klassenstärken auf 30 Schüler und der Plan, in jeder Volkschulklasse künftig – wie in alten Zeiten – nur noch einen Lehrer einzusetzen und nicht mehr drei wie bisher.
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